Björn

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Wir waren wieder einmal alle Unterwegs, das heisst der ganze Tross. Dieses mal ueberlies ich Grimaar die Fuehrung, er hat seinen Rappen besser unter Kontrolle als ich meinen muehrischen Jaran. Hinter Grimaar lenkte Lady Brigid ihre treues Pferd und mit ihr Leila, die mit ihrer Stute immer besser zurecht kam, die beiden achteten nicht auf den Weg den wir einschlugen, Shaya mein Weib verlies sich auch auf Grimaar’s Fuehrung aber ihr Roß folgte dem Weg eher halbherzig, der Graue will sich immer grosstun und springen und vorallem rennen, so in der Gruppe ist er eher, fuer seinen Geschmack zu langsam unterwegs. Ich ritt wie gesagt ganz hinten mit und hielt so die Gruppe zusammen.

Grimaar lenkte den Tross nach Norden, hoch in den Norden, von meinen frueheren Reisen wusste ich das wir langsam in die Gegenden kamen wo die Nordmaenner ihren Einfluss gelten machen.

Also spornte ich Jaran zu einem kurzen Sprint an, so das ich in gleicher Hoehe mit Grimaar ritt und fragte ihn wo er uns hinfuehrte.

Grimaar meinte da wir frei von Verpflichtungen sind und das er im Norden noch ein oder zwei Dinge zu erledigen haette koennten wir die Zeit nutzen um Verpflegung und Handelsgueter aus dem wilden Land zu besorgen, so stimmte ich ihm zu und lies mich wieder zurueck fallen. Wir reisten in angenehmen Etappen und erreichten dann schließlich das Meer und setzen mit den naechsten Schiff ueber. Langsam erkannte ich wo er uns hinfuehrte, zu seiner Heimat die er ja verlassen hat vor einigen Monden mit mir. Ueberall stieg Rauch auf sei es vereinzelt aus Wachposten die wir umgingen, aber auch schwerer Rauch das von Braenden her kam und ich sah Trauer und Zorn in Grimaar´s Augen.

Wir passierten wieder ein Anhoehe und sahen was passiert war.

Ein ganzes Dorf brannte, nur die Grundmauern standen noch, das mir sagte das diese Siedlung wohlhaben war, reich an Tauschware und frei von Abgaben.

Wir naeherten uns vorsichtig und sahen uns um als Grimaar uns das Zeichen für Gefahr uns deutete, ich zog *Stich* und sah das mein Freund ebenfalls sein Schwert in der Hand hielt, er schaute kurz in den Himmel und nicht zum ersten mal froestelt es mich, bei seinem Ruf zu Odin „GRIMAAR MIT DEM SCHWERT IN DER HAND“ und da bemerkte ich erst , was mein Waffengefaehrte vor mir entdeckt hatte, eine Handvoll Maenner die sich naeherten und alle hatten ihre Waffen bereit .

Am Dorfrand sah ich einen Jungen vielleicht 10 Winter alt, mit einem Schwert, erhoben zum Schlag bereit und die Maenner naeherten sich ihm. Ich rief Grimaar deutete auf den Jungen und ritt selber in die Richtung, mein Weib das sich sonst ruhig verhaellt hielt ihren Dolch in der Hand und folgte mir. Leila zog ihren Langdolch und bewachte Lady Brigid.  Grimaar der als erstes am Feind war, hob sein Schwert und teilte den ersten Angreifer mit einem Hieb so kraeftig schlug er zu und den anderen sank der Mut, der zweiten machte kurz Bekanntschaft mit *Stich* das den Poebel zeigte das die Flucht nun die bessere Wahl war.

Der Junge stand immer noch da, immer noch das Schwert, erhoben, in der Hand und wir naeherten uns vorsichtig.

Grimaar sprach ihn an aber der Junge reagierte nicht und so sprach mein Weib ihn an, aber der Junge verhielt sich still, also naeherte ich mich ihm und sagte: „na Junge, wenn du solange ein Schwert halten kannst muss es leicht wie eine *Feder* sein“.

Da bekam ich eine trotzige Antwort von ihm: „Das Schwert heisst Feder und mein Name ist Bjoern“

Ich rief mein Weib gab den Jungen in ihrer Obhut, wir erfuhren spaeter das er der Grund ist, für alles was passiert war und so bestimmte Shaya das er uns begleitet, damit er spaeter wenn er alt genug ist, sein Recht einfordern koenne.

Grimaar

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Als ich einst von meinen Beutezügen durch das Englische Königreich zurück kehrte, saß ich gemütlich in meiner Hütte vor einem  wärmenden Feuer. Es  war Winter geworden, was bei uns im Norden hieß, das das Blut gefror bevor es aus der klaffenden Wunde zu Boden tropfen konnte.

Plötzlich hörte ich ein seltsames Röcheln vor meinem Haus. Ich nahm meine Axt und mein Sax und ging hinaus. Dort lag er, ein Mann in Leder gekleidet, verwundet und kurz vor dem Erfrieren.

Ich kannte Ihn nicht jedoch fiel mir seine Augenklappe auf, ein Juwel war dort eingefasst. Ich träumte schon des öfteren von diesem Stein. Ob es nun die Gunst der Götter war oder einfach nur die Neugier, ich hiefte den Mann in meine Hütte und legte Ihn in die Nähe des Feuers auf ein Fell. Nun fanden meine Blicke seine Waffen und leichtes Unbehagen kam über mich. Ich wachte die ganze Nacht über Ihn und am nächsten Morgen schien er wieder etwas zu Kräften gekommen zu sein.

Er stellte sich mir als Arioch der Ketterer vor. Er war ein Vasall des Herzogs Heinrich dem Löwen. Nach einigen Tagen war er vollends genesen, und fragte mich ob ich Ihn nicht begleiten möchte.

Ich hatte keine Frau mehr, sie wurde einst bei der Jagd von einem wild gewordenem Eber angegriffen und tödlich verwundet.

Mich hielt hier also nichts weiter und somit beschloss ich mit Arioch von dannen zu ziehen. Dadurch lernte ich die anderen Vasallen des Hezoges kennen, und fühle mich nun wohl ein Münchner Gsindl zu sein.

Man sagt über mich:  Ein Mann wie ein Bär, genauso kräftig und genauso kuschelig

Alsdann nach einiger Zeit ein neues Weib in mein Leben trat und mir einen Sohn gebar, entschloss ich meinen Weg fortzufuehren mit meiner Famile, alledem trotz werde ich immer an das Gsindl zurueckdenken das mich in meinen schweren Tagen aufgenommen hat.

-Grimaar-

Shaya

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Einst wurde ich gebohren, im Stamme der Mongolen, als Tochter des Sippenfürsten habe ich mein Leben friedvoll verbracht!

Eines Tages verspürte ich die Nähe, ein Gefühl der Begierde ich spürte das sich jemand näherte und machte mich auf die Suche nach Ihm.
Sein Pferd trottete langsam mißwillig den Weg entlang, ziellos, ich sah ihn auf seinem Ross, einen Weinschlauch in der Hand. Seine Gestalt nicht eines Edlen, eher von jener Sorte die durch die Länderein streifen immer auf der Suche nach dem schnellen Glück. Auch bemerkte ich das ihm eine Auge fehlte denn er trug an dieser Stelle eine Augenklappe, der Stein funkelte in tausend Fassetten in hellen Sonnenlicht, bekleidet in Leder und man sah das er schwerst bewaffnet seinen Weg ritt.

Mir wurde bange und so versteckte ich mich und rief ihn, er vernahm meine Stimme doch er konnte sie nicht deuten, also ich rief ihn erneut und wieder suchte sein Blick nach mir, das übrig gebliebene Auge stahlgrau schweifte umher seine Hand an einem Schwert das ich so noch nie gesehen habe, er drehte sich im Sattel und ich sah das er auch am Gürtel mehrere Waffen trug.
Vielleicht war es doch keine gute Idee mich alleine im zu zeigen. So nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und rief ein drittes mal und tratt hinter dem Busch hervor, ich sah daß er erstaunt sein Pferd zum Stillstand brachte, sein Auge eben noch kalt stahlgrau wechselte in ein gütiges Blau und ein Gefühl des erkennen machte sich bei mir breit, als würde ich auf diesen Mann schon ein Leben lang warten.

Ich führte ihn zu meinem Volke, wieder spürte ich wie er sich verspannte, seine  rechte Hand lag auf dem Schwert, die Zügel seines Pferdes ließ er fallen und auch sein Ross stampfte Angrifflustig auf und die Nüstern blähten.
Er stellte sich vor und wir teilten das Salz und Brot mit ihm, langsam wurde er lockerer und erzählte von seinem Leben das er führte.
Als der Mond schon hoch am Himmel stand wies man ihm ein Zelt zu und er begegnete mir mehr als in meinem Traum. Er schlief ein und ich wollte bei ihm sein, wir hatten eine wunderbare Nacht und von da an unser Leben miteinander verbracht. Ein Ketterer, ein Dieb, ein Schmuggler, an meiner Seite, ich bin ihm gefolgt in sein Lager und wurde von Herzen empfangen, Lady Brigid aus dem Hause Dasio war die erste die mich begrüßte, mit offenen Armen und einem Dank.

Leila wurde mir als nächste vorgestellt die Perle aus dem Orient und ich spürte das sie  mich ins Herz schloß, die Herzen der Menschen gebrochen im Abendland.

 

-Shaya-

Arioch

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Von früheren Begegnungen wusste ich das dieses Lager mir nicht feindlich gegenüber stand und so kam ich eines Morgens stark verwundet von einem Kampf im Lager an und fiel in tiefe Bewusstlosigkeit, Jaran mein mührisches Pferd wachte über mich bis das Lager erwachte, ich blutete aus mehreren schweren Wunden und war dem Tode nahe als mich Lady Brigid und ihre teure Weggefährtin Leila mich fand und Schwierigkeiten hatten sie alle zu stoppen. Ihnen fiel sofort auf, dass mir ein Auge fehlte. Aus Dankbarkeit blieb ich im Lager und wurde ein Vasall Herzog Heinrichs des Löwen, nur um im Schutze des Lagers unwissende Reisende auszurauben.

Meine ausgedehnten Reisen in unzähligen Ländern kommen dem Lager zu gute, da ich immer wieder zurückkehre und die kostbarsten Güter aus fernen Ländern mitbringe. So erweise ich ihnen meine Dankbarkeit.

Ich bin auch derjenige der am Morgen zuerst im Lager erwacht! Man munkelt, dass niemand schneller ein Feuer entfacht als ich.

Meist sieht man mich mit einem Humpen Wein in der Hand meine Späßchen treiben, aber man kann mit mir genauso gut ein ernstes Gespräch führen.

Seid gewarnt: einem Ketterer zu nahe stehn kann auch zu großem Unheil führen.

– Arioch –

Lady Brigid

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Ich, Lady Brigid aus dem Hause Dasio, habe die Nebel von Avalon gesehen und bringe aus dem hohen Norden meine Künste in dieses Lager. Geboren vom hohem Stand, in der Diebesgilde der Dasio, wuchs ich auf und lernte bald die Kunst des Tanzes und des Verführens.

Als ich 18 Winter zählte, erlebte ich eine kurze und aufregende Liebe dem ein Kind entsprang, das die Gilde mir nahm um einen Prinzen zu erziehen, den Prinz des Geschlechtes Dasio, Anführer der Diebesgilde. Mit schweren Herzen stimmte ich dem zu und ich sah mein Kind nie wieder. Mich erreichten Nachrichten von seinen Abenteuern, die er in der Ferne erlebte und die Gewissheit dass er am Leben ist,  erfüllte und beruhigte mich.  In meinen Träumen lebten und waren wir eins.
In den späteren Jahren, spürte ich immer seine Gegenwart, als wäre er präsent, um seine schützende Hand über mich –  seine Frau Mutter zu halten die er nie hatte.

Auch meinen Manne lernte ich in der Gilde kennen, den ich über alles liebte, er wachte als Stallmeister über die Pferde derer von Dasio, doch er verstarb zu früh an einer heimtückischen Krankheit und all mein Wissen und Können half ihm nichts.

So wandelte ich von Lager zu Lager, aus dem niedrigen Stand der Lagerhure hoch bis zum Adelsgeschlecht, ich fühle mich auf jeden Boden wohl, denn dies ist und soll  mein Leben sein.
Das Feuer im Lager verbindet mich allabendlich an die Wärme meines Mannes und gibt mir wieder das große Gefühl der Zusammengehörigkeit, welches unbeschreiblich ist.

Das Wasser ist das Elexier des Leben und der Luxus es zu erhitzen und meines Schlafgemach zu wärmen…. Die Luft des Lagers der Vasallen Herzog Heinrichs des Löwen ist geschwängert vom Rauch und dem Geruch vom Fleisch, das auf dem Rost dahin brutzelt, all dies und die geheimen Künste die mein Leben füllen, möchte ich nicht missen.

– Lady Brigid aus dem Hause Dasio –