Die Gruppe war längst im tiefen Süden im Winterlager und ich langweilte mich, also ritt ich mit meinem Pferd Jaran der Dieberei entgegen, die ich immer unternahm, wenn ich von meinem Lager getrennt bin.

Diesmal ritt ich nach Osten, mein Beutel war schon gut gefüllt.

Mein treuer Weggefährte war zutiefst gekränkt, da ich mich nicht auf den Weg konzentrierte sondern seine Zügel freien lauf lies. Wahrheitlich hatte ich ein tiefsinniges Problem mit meinem Weinschlauch, irgendwie hatte ich das Gefühl, das dieser leckt denn jedesmal wenn ich davon trinken wollte, stellte ich fest das noch weniger drin war als ich annahm.

Als ich eine Stimme höhrte die so klar und rein war, sie drang tief in mein Herz und betörte mich so, daß ich mich sofort in diese verliebte, allerdings sah ich niemanden und wandte mich wieder meinem Wein zu.

Ein zweites mal höhrte ich die Stimme, mein Herz schlug wie wild und wiederum war niemand zu sehen, so schob ich das gehöhrte auf den Wein und meine alten Ohren die mir, wie sooft, einen Streich spielten.

Doch die Stimme nahm Gestalt an.

Als sie nun vor mir stand, nur Wotan weiß woher sie plötzlich kam, erstaunte sie mich, gewandet in feinstem Samt und bunter Farbe, das ich nur aus dem Orient kannte. Ihre Worte rührte mein Herz und mein Aug, das sonst recht eissig schaut; wurde weich; ein warmes Gefühl in der Magengegend breitete sich aus und ich musste gestehen, daß ich alles geben würde für diese Frau. Sie stellte sich als Shaya vor, ich stieg vom Pferd und nannte meinen Namen.

So führte sie mich in ihr Lager, ich hatte bis dahin wenig Kontakt zu dem Mongolischem Volke, so blieb ich also vorerst wachsam und mißstrauisch. Aber meine Sorge war unbekümmert, dieses Lager hatte gute Erfahrungen gemacht mit Reisenende aus dem Abendland und so empfingen sie mich herzhaft.

Wir saßen am Feuer und sie teilten ihr Salz mit mir, ich erzählte von meiner Heimat und von mir, die ältesten höhrten mir erstaunt zu und lachten sogar über meine Gaunerreien die ich zum besten gab.

Später wies man mir ein Zelt zu, in dem ich nächtigen konnte, Jaran war gut versorgt und der viele Wein den ich zu mir nahm, geleitete mich in das Land der Träume. Irgendwann spürte ich wie jemand unter mein Fell kroch, war aber zu müde, um in dieser Sache nachzugehen und so schlief ich recht lange in den nächsten Tag hinein.

Als ich erwachte, bemerkte ich das tatsächlich jemand neben mir schlief und als ich nachsah stellte sich heraus, das die Frau von Vortag nackt neben mir lag, da dachte ich bei mir : „war ja klar, das die Geschichte wieder blutig enden würde“

Ich zog mich leise an, schnallte mir meinen Gurt um, überprüfte den Sitz jeder sichtbare und versteckte Waffe. Ich versuchte die Lage von den Pferden mir vorzustellen auf das ich Jaran ereiche ohne das halbe Lager töten zu müssen. *Stich* nahm ich gleich in die Hand und trat aus dem Zelt heraus in der Hoffnung *Blender* zu erreichen, das bei meinem Pferd versteckt war.

Jubel empfang mich, fröhliche Musik war zu höhren und eine der *alten* kam auf mich zu und küsste mich, langsam kam Verzweiflung hoch, immer mehr der Mongolen sammelten sich vor dem Zelt und meine Hoffnung schwand immer mehr, daß ich das Lager unbemerkt verlassen könne.

Dann spürte ich hinter mir die Zeltwand sich bewegen und SIE stand da, jeder Nerv, jeder Muskel war angespannt, auf das ich die beginnende Feindseligkeit überstehe. Nichts dergleichen passierte und alle jubelten. Später erklärten sie mir, das in diesem Lager Tradition ist, das die Frau ihren Manne wählt und die Wahl viel auf mich, ich blieb noch 3 oder 4 Monde in diesem Lager als langsam die Zeit meiner Rückkehr kam, also verließ ich das Lager, wieder beschäftigt mit meinem Weinschlauch das irgendwo heimlich leckt, als ich wieder diese Stimme höhrte:

*So schnell vergißt du mich* und ich antwortet *nein ich werde dich nie vergessen weil ich dich liebe und wenn du bereit bist, meinen Weg zu gehen, werde ich da sein um dich zu führen*